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Tja, viele fragen sich, wann ich das wohl ins Auge gefasst habe, einen Ultramarathon zu laufen. Ehrlich gesagt war das eine sehr kurze Entscheidung. Aber zurück zum Anfang. In Wehr sagte mir Wolfgang, dass er den nächsten langen Lauf zur Vorbereitung seines Prokektes 100 km Ende Januar in Rodgau machen wollte. Ich nahm das zwar zur Kenntnis habe aber nicht weiter daran gedacht. Nach Silvester habe ich dann auch noch rumgekränkelt und dachte noch weniger an einen Ultramarathon. Letzte Woche ging es mir recht gut. Trainingskilometer hatte ich auch genug, so dachte ich. Mit rund 120 Wochenkilometern sollten doch die 50 zu packen sein, so als lockeren Lauf. Donnerstags dann eine Email an Wolfgang: OK, ich bin so verrückt und laufe dort mit dir. Freitags die Antwort: komme nicht mit, habe Muskelproblem, viel Erfolg. Na super, gleichzeitig las ich noch die Hinweise des Veranstalters. IPods sind verboten! Wolfgang nicht da! Ich bin allein auf der ganzen Strecke, kenne keine Sau. Ok dachte ich, sehe es als mentale Stärkung an und latsch einfach drauf los. Samstags, früh raus aus der Kiste, Frühstück, Autobahn, Rodgau Dudenhofen. Der Ort ist bekannt da dort das Opeltestgelände ist. Ein Häufchen verlohrener findet sich in der rund 1 Km vom Startort entfernt Halle ein. Ehrfurchtsvoll sitze ich auf einer Bank und essen Powerriegel, Bananen und Mars, trinke Wasser dazu. Beim Anblick all der T-Shirts mit den ganzen Finisheraufdrucken wird einem anderst. Plötzlich werde ich unvermittelt von meinem Nachbar gefragt der wievielte Ultramarathon es denn sei für mich. Ich antworte dass es mein erster ist. Er wünscht mir viel Glück und sagt nichts mehr. Na super das kann ja was werden. Die Meute setzt sich Richtung Start in Bewegung. Eine einfache Grillhütte reicht den Ultras zur Ablage ihrer Beutel vollkommen aus. Keine Musik Vorort, kein Gedränge, keine Hektik, fast schon Stille. Ich denke jetzt mir meinen Teil und mache mich fertig. Stehe ganz hinten im Startblock. Der Vorsitzende hat nun auch ein Mikrofon und teilt noch mit, dass es gleich los gehen würde, der Bürgermeister auch mitlaufen würde und man auf Grund des Teilnehmerfeldes mit meheren Überraschungen rechnen muß. Klar wird es Überraschungen geben, denke ich noch so bei mir. Ihr werden die längste jemals benötigte Zeit für diese Strecke heute messen und zwar bei mir. Peng, Schuß, Knall, Start, wir laufen los. So, da haben wir den Salat ich bin auf dem 5 km langen Rundkurs den ich vorhabe 10 mal zu absolvieren. Auf den ersten Metern läuft alles prima. Nach einem Kilometer die Verpflegungsstation, die ich aber nun erst mal auslasse. Mir ist noch schlecht vom Mars. Irgendwie finde ich mein Plätzchen in der Läuferschar. Ultras sind anderst. Die brauchen kein gejole, keine Musik, kein Publikum, laufen einfach los nach dem Motto ich bin dann mal weg. Die Strecke ist teils Asphalt, teils fester Waldboden. Nach der vierten Runde läuft man im Schlaf, nach der sechsten Runde weis man ehrlich gesagt nicht mehr so recht wo man ist. Die Uhr zeigt die gelaufenen Kilometer an. Daran sieht man wenn man aufhören darf. Erstaunlicherweise läuft es ei mir gut, fast schon besser als ich gehofft habe.Jede Runde an der Verpflegungsstation eine halbe Banane und einen lauwarm,en Tee. Abends kann ich keine Bananen mehr sehen. Aber, aber erst mal sehen was die nächste Runde bring. Die achte ist absolviert, Kilometer 40 hinter mir. Kein Mann mit dem Hammer, kein Einbruch, ich wundere mich selbst ein wenig. Dann die Marathonmarke, an der ich schon acht mal vorbei bin. 4:10 zeigt die Uhr. Na ja, ich bin zufrieden. Noch knappe zwei Runden. Die neunte ist auch gerade rum. Ich werde beim Zieldurchlauf angesagt dass ich auf die letzte Runde gehe. Mir gehts immer noch gut ich gebe Gas. Die letzte Runde laufe ich drei Minuten schneller als die anderen. Nach 4:55 habe ich 50 Kilometer gelaufen und der erste ist schon fast zwei Stunden im Ziel!
Alles verlief unspektakulär, einfach klasse. Das Runnershigh kommt erst auf der Autobahn so nach und nach. Noch am nächsten Morgen denke ich bei mir so Mensch du hast ein klein wenig mehr als einen Marathon gelaufen und ich bin bei dem Gedanken ein kleinwenig stolz auf mich. Ich kann Rodgau nur empfehlen wer sich mal an eine etwas längere Distanz ran wagen möchte. Das Wetter ist zwar ein Problem aber aufgrund dessen dass man Runden absolvieren muß besteht jederzeit die Möglichkeit aufzuhören und halt nur einen längeren Lauf in netter Gesellschaft zu machen. Das Startgeld in Höhe von 25€ ist auch ok für einen Ultra. Vielleicht sind wir ja nächstes Jahr mehere in Rodgau ich würde mich freuen.

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