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Laufen auf flachen Strecken ist schön. Laufen auf hügeligen Strecken ist schön abwechslungsreich. Laufen im Gebirge ist sehr abwechslungsreich und ganz schön anstrengend.

Nach intensiver Vorbereitung mit vielen Trainingskilometern einschließlich vieler Höhen¬meter war es soweit: SWISS-ALPINE 2007. Eine Veranstaltung mit besonderen Anforderungen: Strecken von 21 - 78 km, Laufen oder Walken, Höhenunterschiede von bis zu +1800m und -1700m.

Nach einer Woche Urlaub und Anpassung an die Höhen- und Klimaverhältnisse sollte es möglich sein, den Marathon K42 zu schaffen. Der K78 ist auch interessant, winkt aber noch aus der Ferne nach dem Motto: Man muss ja noch Ziele haben. Also erst mal die kleine Strecke.

Im Urlaub haben wir uns die Strecke des K 42 ganz und die des K78 größtenteils lauf- und wandermäßig angeschaut. Der Respekt vor beiden wurde dadurch nicht geringer: steile Anstiege, große Gefälle, unebener Untergrund und zweimal auf über 2600m.

Bis zum Start wuchs die Spannung. Das Wetter am Tag X war recht gut, vielleicht etwas warm, aber auf 2600m Höhe nicht unangenehm. Von Bergün bis zur Keschhütte ging es fast nur bergauf – im wahrsten Sinn des Wortes, denn große Strecken konnte einfach nicht gelaufen werden: zu steil, viele Läufer und schmale Wege ohne Überholmöglichkeit. Dann „Rast“ auf der Keschhütte mit Boullion, Alpinbrötli und anderen Leckereien. Nach mehr als 2 Std. war Km15 erreicht! Der anschließende steile Abstieg nach Alp Fontana führte zum Halbmarathon, bevor es im Gänsemarsch wieder auf 2600m zum Scalettapass hinaufging. Nach ärztlicher „Gesichtskontrolle“ und Auffüllen der Reserven hieß es wieder steil nach unten, möglichst ohne stolpern und fallen. Die letzten 14km von Dürrboden ins Davoser Stadion hatten auch noch einige Tücken, aber im Vergleich zur bisherigen Strecke, waren sie, beflügelt durch die Vorfreude auf das Ziel, eher angenehm zu laufen. Der Empfang nach fast 6 Std. war riesig und alle konnten stolz auf das Finisher-Shirt sein.

Ein wirklich nicht alltäglicher Lauf. Und wer unterwegs die Gelegenheit nutzen wollte und konnte, sich die Bergwelt unter- und oberhalb der Baumgrenze anzuschauen, konnte Eindrücke ohne Ende mit nach Hause nehmen. Diese werde ich mit vielen beeindruckenden Fotos trotz der Strapazen in schöner Erinnerung behalten.

 

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