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Annette, Dieter, Jörg und ich machten uns am Freitag mit dem Zug auf in Richtung Zürich. Viel angenehmer als mit dem Auto.
Unsere Tour sollte erst am Dienstag enden und so hatten wir genug Zeit, Zürich ein wenig kennen zu lernen

Das Verkehrssystem in Zürich funktioniert bestens und man braucht wirklich kein Auto. Nachdem wir freitags noch auf der Messe waren, haben wir noch ein wenig Kohlenhydrate geschaufelt.

Samstags hatten wir Traumwetter und haben eine zweistündige Schifffahrt auf dem Zürichsee gemacht….…..nur zu empfehlen.. Dann haben wir auf der sehr übersichtlichen Messe noch unsere Nudeln abgeholt und mal den Uetlibergtunnel besucht. Dort trat dann später DJ Ötzi auf……wir sind dann aber zum Hotel zurück.

Am Marathontag sind wir dann früh aufgestanden und haben uns die etwas sehr trockenen Brötchen runtergewürgt…. Anschließend sind wir dank optimaler Bahnverbindung ganz schnell an der Kleiderabgabe angekommen…..und auch hier die immer wiederkehrende Kleiderfrage? ….Kurz, halbarm, Sonnenbrille, Käppi….nachdem das geregelt war, sind wir zum Start gegangen.

Dort noch einmal die Toilette benutzen…..als Frau muss ich jetzt mal wirklich über uns benachteiligtes Völkchen schreiben…..Männer können ja an jeder Ecke, außerdem gibt es noch die Toilettenrondells und dann wurde auch noch vor meinen Augen ein Toilettencontainer nur für Männer abgeladen…..für 6 Männer auf einmal…..das war mir dann zu blöd und als das Ding abgeladen war, habe ich die Männer um einen Moment Geduld gebeten und bin alleine dort eingestiegen…..zur Empörung der Männer…hahaha

Der Start verlief unspektakulär und das Feld verteilte sich schnell in dem Tunnel. Es ging 4,4 km bergauf, dann wurde gedreht und das ganze wieder runter in Richtung Zürich See. Eigentlich dachten wir, im Tunnel ist es schön kühl, aber es war ziemlich stickig und relativ warm. Es war eine Wohltat als wir nach 8,8 km den Tunnel wieder verließen. Dort hatten Dieter und ich uns etwas verkalkuliert. Er zu schnell, ich viel zu langsam. Das kommt davon, wenn man zu viel schwätzt. Wen es interessiert, der Garmin 305 hat im Tunnel 700 Meter nicht messen können und war auch beim errechnen der Durchschnittspace ungenau. Das und meine Trödelei haben mich ein wenig durcheinander gebracht. Ich bin dann solange gerannt bis ich meinen angestrebten Schnitt wieder hatte.

Fazit: mal auf die Uhrzeit schauen, nicht nur nach der Pace, Kopfrechnen und dann auch mal wieder nach Gefühl laufen. So geht es den Garminjunkies…

Dann ging es eine Weile zart bergab. Anschließend ging es um den See herum, aber leider nicht am Ufer und man hat den See auch nicht so oft gesehen. Ab km 27 ging es dann am Wendepunkt eine kleine steile Straße hoch…dort waren wieder viele Zuschauer. Diese waren auf der gesamten Strecke eher Mangelware. Von dort mussten wir dann stetig einige Kilometer bergauf laufen. Das fiel mir eher schwer…hatte ich doch einiges an Kraft auf der Aufholjagd gelassen.

Zwischendurch gab es immer mal wieder nette Gespräche…..ein Berner der meinte, jetzt mit 60 Jahren läuft er nur noch so locker, dass er am nächsten Tag wieder zur Arbeit gehen könnte…im Ziel war er mit 3:44:30…..

Die Verpflegungsstände waren Top organisiert. Besonders gut haben mir die kleinen Wasserflaschen gefallen. Die kann man locker eine Weile tragen und sie auch dafür nutzen, sich das Wasser über den Körper zu gießen. Es gab dann auch noch Cola, Früchte, Gels, Elektrolyte….

Auf den letzten 2-3 km haben dann die Zuschauer den Weg gesäumt und haben mich auch wieder motiviert meinen etwas frustrierten orientierungslosen Lauf fortzusetzen. Als ich die Zeitanzeige vor dem Ziel gesehen hatte, habe ich mich riesig gefreut. Mit dieser Zeit hatte ich nicht mehr gerechnet.

Im Ziel gab es dann eine schöne Medaille und ein Finisher Shirt. Die Idee ein Shirt nur den Finishern auszugeben hat schon etwas Besonderes. Man hat sich das T-Shirt erkämpft und kann es sich nicht einfach so auf der Messe kaufen. Stolz hat es dann auch ein Grossteil der Läufer nach dem Rennen getragen.

Im Ziel war die Verpflegung eher dürftig….Wasser, Birnenbrot (eklig) und Äpfel………da habe ich schon ein wenig neidisch an Sonja und Franz gedacht, die sich jetzt das ein oder andere kühle Kölsch in Bonn gönnen……..

Dann kamen Dieter, Jörg und Annette ins Ziel. Jörg hat sich auch sehr über seine neue Bestzeit gefreut. Anschließend haben wir unsere Siege natürlich auch mit einem oder zwei….leckeren Bieren gefeiert.

Montags hatten wir dann noch einen schönen gemeinsamen Tag in Zürich um dann am Dienstag mit dem Zug in Richtung Heimat zu fahren…In Basel stieg dann auch noch Herbert Steffny zu uns ins Abteil, der gerade auf dem Weg nach Koblenz war. Dieter hat ihn gleich in Beschlag genommen. Ein sehr sympathischer Mensch.

Der Marathon wird so in dieser Form nicht mehr gelaufen werden, da der Uetlibergtunnel jetzt für den Autoverkehr freigegeben wurde. Wenn man sich noch etwas Zeit nimmt, um Zürich kennen zu lernen, ist dieser relativ unspektakuläre Lauf zu empfehlen.

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