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Franz hat ja schon viel zu dem Berlin Marathon geschrieben, so werde ich mich auf meine persönlichen Empfindungen beschränken.

Die Marathonmesse war riesig und hat mich erschlagen, so dass wir relativ schnell die Hallen verlassen haben.

Wir sind nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück am Brandenburger Tor angekommen. Diese Menschenmassen sind schon

sehr beeindruckend. Habe Franz dann an der Kleiderabgabe verloren. Sehr Schade. Dafür habe ich eine Gruppe aus Waldesch getroffen. Die Welt ist eben doch sehr klein. Die Kleiderabgabe für die Frauen war sehr chaotisch organisiert. Musste dann noch mal dringend zur Toilette, aber vor den Dixis standen riesige Menschenmengen. Ich dachte ein netter Herr würde mich in sein Privatdixi einlassen, aber keine Chance. Er verteidigte dieses mit den Worten:“Das ist meine Toilette die teile ich mit keinem “, welch ein Luxus, ein Dixi pro Person“. Der Arme, wie oft wird er diesen Satz schon aufgesagt haben.

Bin dann von Startblock G losgelaufen. Aus großen Boxen dröhnte Musik, die dann irgendwann hängenblieb und das bis zum Start. Keine persönliche Animation und Einstimmung auf den Lauf. Da war ich von Hamburg verwöhnt. Dort ist schon vor dem Start eine Bombenstimmung.
Aber dann der Start und alle liefen erst einmal ziemlich schnell los. Sofort habe ich mich auf den Plan gerufen, langsam anlaufen. Die ersten 10 km in 5.40 und dann wollte ich mal in 5.30 weiterlaufen. Mein Ziel: 3.59.59. Am Anfang bekam ich gleich Seitenstechen und dann hat sich bei km 11 meine Uhr verabschiedet. Nach kurzem Ärger hatte ich mich entschlossen nach Gefühl zu laufen.( Blieb mir auch nichts anderes übrig) An der Strecke waren enorm viele Zuschauer aber die Stimmung hat sich nicht auf mich übertragen. Vielleicht auch, weil keiner die Läufer persönlich anfeuern konnte. Die Namen waren leider sehr klein auf der Startnummer abgedruckt.

Von den Sehenswürdigkeiten habe ich gar nicht so viel mitbekommen, habe öfter mal ein Schwätzchen gehalten und bin den Rest der Zeit vor mich hin gelaufen. Aufgerüttelt haben mich nur die tollen Bands. Die leider zum Teil etwas hinter den Zuschauern aufgebaut waren. Aber allen Respekt eine tolle Mischung durch alle Kulturen.

Ich war natürlich damit beschäftigt zu überlegen, bin ich zu schnell oder zu langsam, habe mich auch immer wieder gebremst. Die Beine wurden mir erst bei km 40 schwer aber erträglich. Als ich auf das Brandenburger Tor zulief dachte ich, so jetzt noch einen schönen Schlussspurt und dann war es das. Aber …….danach kamen noch ca 400m. Auf den letzten metern habe ich dann intensive Gespräche mit mir selbst geführt. Im Ziel angekommen bei 3.59.22.
Ein tolles Gefühl , sein Ziel erreicht zu haben ohne vollkommen erschöpft zu sein. Am meisten hat es mich gefreut meine Wunschzeit ohne Uhr und nur über Gefühl erreicht zu haben. Durch Zufall sind wir dann im Adidas Zelt noch zu einer tollen Massage gekommen. Hatten uns das ja auch verdient.

Wir haben uns Berlin am nächsten Tag mit dem Bus und zu Fuß angesehen. Schade, dass ich während des Laufes kein Auge dafür hatte.

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