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...oder die permanente Versuchung durch gezieltes Doping

Am Donnerstag Abend war Abfahrt an Meddys Laufladen. Auf zum Médoc Marathon in Poulliac. Eine lange, sehr lange Nacht stand allen Teilnehmern bevor. ´15 Stunden Busfahrt sind auch eine Leistung die bewältigt werden will. Freitag Mittag waren wir dann da. Von Koblenz mit 11 Grad und nass kaltem Wetter in die Nähe von Bordeaux mit 32 Grad und strahlend blauem Himmel. Kurz ins Hotel umziehen und erst mal per lockerem Lauf die Gegend erkunden. Na ja Frankreich halt. Und so wie überall wenn man sich nicht auskennt. Vom Lauf zurück ins Hotel, ab duschen und umziehen.

Der erste Programmpunkt galt es zu bewältigen. Ja ich schreibe bewußt bewältigen weil diese Pastaparty muss bewältigt werden. Man geht da nicht einfach hin und holt sich seine Schüssel Nudel mit irgend einer Soße. nein, hier wird man in ein Chateau eingeladen, vom Besitzer begrüßt, schon am Eingang von edel gekleideten Kellnern um die Eintrittskarte gebeten. Im Garten gab es dann erste Aperitifs und ein paar Knabbereien. Dann ein Startschuß!!!! Nein nicht der für den Marathon sondern den zur Freigabe des Festzeltes. Dort warteten dann weiß eingedeckte Tische, mehrere Weingläser pro Platz, eine riesen Bühne mit Lifemusik, Speisekarte!!!!, Feuerwerk, ein riesen Dank des Chateau Besitzers dass wir bei ihm feiern und und und. Pastaparty französisch halt. Deshalb diese Party muss bewältigt werden, denn man will ja am nächsten morgen einen Marathon laufen. Viel zu früh müßen wir deshalb das Lokal verlassen.

Nächster morgen nach üblichem Prozedere auf zum Startort, raus aus dem Bus und rein ins Kostüm. Erst mal Richtung Start, aber schon voller Eindrücke befinden wir uns in dem einen großen Startblock. Alle durcheinander, egal wie schnell einer ist. Nach wenigen Minuten Lifemusik, klasse Band die sorfort richtig einheizt und nach drei Minuten tanzt der ganze Startblock von 9000 Teilnehmern. Alles vor dem Marathon, nach tanz wurde auch noch lautstark gesungen. Party pur!!!! Geigerinnen die vom Himmel an Stahlseilen herunter gelassen wurden und dabei Musik spielten, ein Balett in der Luft, alles immer noch vor dem Start. Erstmals mache ich mir Gedanken was da noch alles kommen wird wenn die am Anfang schon so drauf sind. Der Start auch wieder typisch französich, nämlich 10 Minuten später als geplant. Um es kurz zu machen die ersten Kilometer herrscht ein dichtes kaum überwindbares Gedränge. Ich bin mit Meddy und den anderen bei Kilometer 24 verabredet. Etwas mehr als zwei Stunden sind bis dahin geplant. Erst ab Kilometer drei kann ich schneller laufen, Zeit gut machen, Bis, ja ich viel vom Glauben ab, bei Kilometer sechs ungefähr ein Motorad mit zwei Mann drauf mich während des Laufens anfingen zu interviewen, bei laufender Kamera.

Dann der erste Einlauf in ein Chateau. Die Besitzer öffnen ihre Gärten. Traumhafte Ansichten, wahnsinnig schöne Gärten, mit unendlich viel Liebe gepflegte Hecken und Sträucher. Und da laufen jetzt 9000 Leute durch. Die ersten Verführungen kommen auch schnell. Rotwein, Kuchen, frisches Obst, leicht bekleidete Damen die einem die Leckereien reichen und jeden ansprechen. Die Eindrücke stapeln sich in meinem Kopf, ich kann gar nicht mehr alles verarbeiten was ich beim Lauf sehe. Deshalb die Verführung, es ist ein permanenter Kampf mit dem Gewissen läufst du oder genießt du. Dann Kilometer 24. Vorher wurde ich getragen vom Jubel der Menschenmassen die jeden anfeuern als wäre er der Erste. Jetzt heisst es Bremse rein und genießen. Erste Station mit Meddy und Co Chateau Lafitte Rothschild. Klarer Fall erst mal einen Roten selbstverständlich aus einem Glas. Und schon war er da der Hammer. Man nehme einen leicht angesträngten Läufer und gebe ihm ein Glas schweren Rotwein. Danach warte man die Reaktion ab. Schwere Beine, kaum noch Lust zu laufen und schlagartig stellte sich mir die Frage, wo gibts den nächsten Wein???

Keine Panik der kam und kam noch recht oft. Elf Stationen habe ich geschafft, mehr ging nicht. Dazu kamen noch Austern, Steak, Schinken, Eis, Kuchen, Früchte, Käse, Brot wer wollte konnte sich kurz vor dem Ziel noch einen Nachbrenner in Form eines Whiskeys gönnen. Am Abend dann nach Hause und am nächsten morgen was soll ich sagen trafen sich 5000 Teilnehmer zum Erholungsspaziergang. Klar der ging von Chateau zu Chateau und da gab es, wie sollte es anders sein, überall Rotwein, so viel man wollte. Abschluss dann auf einem Markt wo wir die Eindrücke bei ein paar Flaschen, ja ja ja Wein, verarbeiteten und am späten Nachmittag wieder nach Hause fuhren. Ach übrigens ich sitze hier, na???? bei einem Glas Rotwein. 

Fazit sehr Empfehlenswert!!!!! und für die Statistik 4 Stunden, 41 Minuten, ein wenig zu schnell für dieses Event.

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