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Eigentlich wollte ich nur laufen, wenn es unter 20 Grad sein würde, aber irgendeine verrückte innere Stimme schickte mich am Samstag zum Nürburgring um mich trotz gemeldeter 30 Grad anzumelden.

Am Sonntag Mittag fanden sich dann 3 tapfere Vereinsmitglieder auf dem Nürburgring ein, um der Hitze und der hügeligen Eifel zu trotzen.

Ich wollte die Sache ruhig angehen, unterwegs Fotos machen und gegen 17 Uhr ankommen, in 2:45 sollte das doch zu schaffen sein. Tipps hatte ich ja genug bekommen, daß es schwierig werden würde wusste ich auch, aber das hätte ich nicht erwartet. Kurz nach dem Start gings schon leicht bergauf, bei der Hitze, ohne Schatten und in relativ flottem Tempo schon tierisch anstrengend. An der ersten Wasserstation bei km 3 war die Hölle los, also erstmal anstehen, selbst einschenken, gleich gehts bergab.

Bergab nicht zu schnell hatte man mir gesagt, also gemach den Hügel runter, mal stehenbleiben und ein paar Fotos machen und weiter. Der erste steilere Anstieg bei km 5 ca war noch gut zu bewältigen,der nächste auch,obwohl auch hier schon einige gingen.

Dann runter, ein kleines Schwätzchen mit den Mitläufern hier und da, noch ein paar Fotos und immer schön in Ideallinie bergab. Was ist die Welt doch schön.
Das sollte sich bald ändern, Breitscheid, tiefster Punkt, km 11 und dann eine Steigung, die mich aus den Socken haute. Dachte ich Samstag noch,es wäre peinlich zu gehen, stellte ich nun fest, daß fast alle gingen. Bis auf ein paar kurze Stückchen bergab gings weiter hoch bis km 16, Hohe Acht.

Geschafft dachte ich, jetzt gehts abwärts. Nach 5 km Powerwalking bergauf und mittlerweile 2 Stunden wirds auch Zeit. Denkste kurz runter und wieder hoch, hinter jeder Kurve verbirgt sich eine neue Überraschung, die Eifel hält doch allerhand Hügel bereit, die das Läuferherz höher und vor allem schneller schlagen lassen. Mit einem Puls von 175 walkend dem Ziel entgegen,es muss doch mal wieder bergab gehen! Der nächste Schock bei km 21, Blick auf eine undendlich lange ansteigende Gerade, das wird langsam langweilig, km 22, immer noch hoch, da erzählt mir einer, er hätte noch nie so früh den Wandersmann angefangen,dem bin ich davon gewalkt. Endlich bergab, vielleicht klappts noch in 2:45,die nächste Kurve, noch ca. 1,5 km,und.. wieder ein Berg, jetzt nur noch unter 3 Stunden, noch schnell ein Foto, weiterwalken, noch 'ne Rechtskurve leicht bergauf, da das Ziel, nochmal stehenbleiben und 2-3 Fotos machen, es ist einfach zu schön. So und jetzt Gas geben und ich laufe glücklich strahlend und gut gelaunt durchs Ziel.

Alles ist gut, das war der coolste Lauf, den ich je gemacht habe, Salzstangen und Erdinger, die Welt ist in Ordnung.

Nächstes Jahr lauf ich wieder hier und ich hoffe noch viele andere aus unserem Verein.

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